Exercise 1
IPv6 vs. IPv4
Vorteile von IPv6 gegenüber IPv4
Größerer Adressraum
- IPv4: 32 Bit,
ca. \(4{,}3 \cdot 10^9\) Adressen
- IPv6: 128 Bit, ca. Adressen
➝ Adressknappheit gelöst, globale eindeutige Adressierung möglich
Einfacheres Header-Format
- Fester IPv6-Header (40 Byte) mit weniger Feldern
➝ Effizientere Verarbeitung durch Router
Kein NAT (Network Address Translation) nötig
- Durch den großen Adressraum kann jedes Gerät eine globale IP haben
➝ Ende-zu-Ende-Konnektivität wird wieder möglich
Bessere Unterstützung für Mobility und Multihoming
- Mobile IPv6 ist Bestandteil des Protokolls
- Mehrere Präfixe für ein Interface möglich
➝ Nahtlose Adresswechsel, Redundanz und Lastverteilung
Integrierte Sicherheitsfeatures (IPsec)
- IPsec ist bei IPv6 verpflichtend implementierbar
➝ Vertraulichkeit, Authentizität, Integrität auf Netzwerkschicht
Optimiertes Multicast-Handling
- IPv6 nutzt Multicast statt Broadcast für Discovery-Protokolle
➝ Reduzierter Netzwerkverkehr, bessere Ressourcennutzung
Automatische Adresskonfiguration (SLAAC)
- Geräte können sich selbstständig konfigurieren
➝ Plug-and-Play ohne DHCP zwingend zu benötigen
Bessere Unterstützung für QoS (Quality of Service)
- IPv6-Header enthält das Flow Label-Feld
➝ Ermöglicht schnellere Paketbehandlung für Echtzeitanwendungen